Themenwelt 01
Genussmittel
Die weltweite Legalisierungswelle setzt sich unaufhaltsam weiter fort
Legalisierung
Vom Schwarzmarkt in die staatlich kontrollierte Abgabe
Uruguay und Kanada haben Cannabis für Erwachsene vollständig legalisiert. In Europa erlauben Malta, Luxemburg und seit dem 1. April 2024 auch Deutschland den privaten Besitz und Eigenanbau; in Deutschland geben zudem nicht-kommerzielle Anbauvereinigungen an ihre Mitglieder ab.
In den USA erlauben 24 Bundesstaaten und Washington, D.C. den Konsum für Erwachsene (Stand September 2026). Die legalen Umsätze lagen dort 2025 bei rund 29 Milliarden US-Dollar; der Schwarzmarkt wird in den legalisierten Staaten schrittweise in die kontrollierte Abgabe überführt.
Kanadas Einzelhandel setzte 2025 rund 5,6 Milliarden kanadische Dollar mit Cannabis um; Blüten machen knapp 60 Prozent aus, Extrakte, Edibles und Getränke wachsen anteilig. Quellen: DISA, Whitney Economics, Statistics Canada.
Cannabis 2.0
Der Trend geht zu Cannabis 2.0 — Extrakte, Edibles und Getränke
Deutschland
CanSoul fördert den Diskurs zur Regulierung von Cannabis in Deutschland
Seit dem 1. April 2024 gilt in Deutschland das Cannabisgesetz: Erwachsene dürfen bis zu 25 Gramm besitzen und drei Pflanzen anbauen, Anbauvereinigungen versorgen ihre Mitglieder. Bis September 2026 wurden über 470 Anbauvereinigungen genehmigt. Eine kommerzielle Abgabe über lizenzierte Geschäfte ist bisher nicht umgesetzt; die Bundesregierung lässt das Gesetz bis 2028 wissenschaftlich auswerten.
Transparenz, Aufklärung und Prävention bleiben ebenso wesentliche Voraussetzungen wie die staatlich kontrollierte Abgabe ausschließlich an Erwachsene. Eine Studie von Prof. Dr. Justus Haucap aus dem Jahr 2018 bezifferte das Potenzial einer regulierten Abgabe auf rund 2,7 Milliarden Euro jährlich an Steuern und Einsparungen. Quellen: Bundesgesundheitsministerium, EKOCAN-Evaluation, Süddeutsche Zeitung.